Trends im Online-Handel 2018

2018 auf Erfolgskurs: Das sind die Trends im deutschen Online-Handel

Die digitale Welt wächst so rasant, dass man schon fast zusehen kann. Um in diesem virtuellen Dschungel nicht unterzugehen, sollte man schon jetzt Strategien für zukünftige Projekte entwickeln. Lest hier, welche Trends den deutschen Onlinehandel im nächsten Jahr wesentlich beeinflussen werden und wie ihr euch neben den Big Playern beweisen könnt.

Die Mobileoptimierung ist keine alte Kamelle, sondern immer noch einer der relevantesten Trends im e-Commerce. Im laufenden Jahr haben noch längst nicht alle Unternehmen ihre Webauftritte an mobile Endgeräte angepasst. Hier gibt es in 2018 noch deutliches Verbesserungspotential. Mobile sollte längst keine Frage mehr, sondern die Antwort sein. Die Frage lautet vielmehr: wie lange können Firmen ohne Mobileoptimierung noch am Markt bestehen? Eine unzureichende mobile-Präsenz wirkt sich negativ auf den Unternehmensgewinn aus.

Individualisierung heißt ein weiterer Trend, der im nächsten Jahr gepflegt werden will. Nun werden einige sich wundern und denken: das gibt es doch schon längst… aber Achtung! Individualisierung ist nicht gleichzusetzen mit Personalisierung.
Kunden möchten als Individuum wahrgenommen werden und nicht in der Masse untergehen. Sie möchten individuell behandelt werden und ihre individuellen Bedürfnisse befriedigen. Verhaltensprognosen und -analysen werden ein wichtiger Bestandteil sein, um seine Kunden bestmöglich kennenzulernen. Ziel ist es die Kunden zu jederzeit mit exakt den Informationen und Produkten zu versorgen, die sie in der jeweiligen Situation benötigen.

Ein Trend, der die kommenden Jahre bestimmen wird, heißt: Künstliche Intelligenz, kurz KI. Hört sich fast an wie im Film I.Robot, ist auch fast so – außer, dass es sich hier nicht um Roboter, sondern um digitale Assistenten handelt. Zu Beginn sind diese mit einem mittleren Wissensstand ausgestattet, welcher durch eine stetige Nutzung und die daraus resultierenden Ergebnisse aber sehr schnell wächst. Dadurch können viele Prozesse, wie Kundenanfragen oder Hilfestellungen von ihnen automatisiert übernommen werden. Durch diese Automatisierung kann der Workflow enorm gesteigert, Prozesse schneller abgewickelt und somit eine Menge Zeit und Geld eingespart werden. Grundvoraussetzung für eine funktionierende KI ist natürlich eine solide Datengrundlage. Dennoch bleibt der reale Mensch in einigen Bereichen unersetzbar. Wichtig ist, dass Unternehmen erkennen, welche Bereiche das sind.

Guter Content ist und bleibt ein sehr wichtiger Trend. Nicht nur, dass die KI von Suchmaschinen hochwertige Inhalte erkennt, wodurch das Ranking verbessert wird – auch von der Konkurrenz sollte man sich mit innovativen, kontextbezogenen und relevanten Texten abheben. Hierbei geht es vor allem um die Qualität und weniger um die Masse. Gut beworbene Inhalte sind in Zukunft ebenso wichtig im E-Commerce, wie die Verknüpfung redaktioneller Inhalte mit dem Vertrieb. So wird dem Kunden ein “bedarfsweckendes” Einkaufserlebnis geboten – er gelangt mit wenigen Klicks ans Ziel und wird durch gute Texte zum Shoppen animiert. Voraussetzung ist natürlich auch hier hochwertiger Content von Händlerseite.

Es wäre doch sehr bequem, wenn man Dinge, die man online gesehen hat auch gleich an Ort und Stelle kaufen könnte… Genau dahin geht der Trend im nächsten Jahr! Er nennt sich Contextual Commerce und ermöglicht einen sofortigen Kauf. Das bedeutet: es werden sogenannten Buy-Buttons außerhalb des eigentlichen Shops oder Marktplatzes positioniert, über die der User das gefundene Produkt sofort kaufen kann – ohne erst den Online-Shop des Anbieters besuchen zu müssen. Mit dem Trend zugleich kommt für die Shop-Verantwortlichen die Aufgabe diese Anwendung abzubilden.
Doch für die Vorteile, die das “Shopping to go” mit sich bringen lohnt sich der Aufwand:
1. Impulskäufe werden durch die Buy-Buttons gepuscht
2. unmittelbare Auswirkung auf den Umsatz auswirkt
3. Kunden sind zufrieden, weil sie schnell, unkompliziert und mit einem Klick einkaufen können

Ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen sollte für viele Onlinehändler kein Trend mehr sein, sondern ein Muss. Denn wer langfristig am Markt bestehen möchte, muss sich durch individuelle Services, Produkte, Dienstleistungen oder Angebote von der Konkurrenz unterscheiden. Mittlerweile gibt es Online-Shops wie Sand am Meer – klar, dass man seinen Kunden einen Mehrwert bieten muss, damit sie nicht zur Konkurrenz wechseln. Dieser Mehrwert sollten allerdings keine Billigpreise sein – vielmehr sollten Shop-Betreiber alles daran setzen zu einer unverwechselbaren und nicht austauschbaren Handelsmarke zu werden, die sich fest im Markt verankert.

Der letzte Trend, den wir euch vorstellen möchten, heißt Omnichannel. Darunter versteht man die Vernetzung der Marketing- und Vertriebsstrategie sowohl in Geschäften als auch im Online-Shop. Durch das gezielte Planen, Steuern und Kontrollieren der zahlreich verfügbaren Vertriebskanäle und Kundenkontaktpunkte sollen der Unternehmenserfolg und das Kundenerlebnis optimiert werden. Der Kunde soll zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen schnell, überall und jederzeit switchen können. Das genutzte Endgerät oder der Vertriebskanal werden dabei nebensächlich – im Mittelpunkt steht einzig und allein der Kunde und sein personalisiertes Shopping-Erlebnis.

Auflistung der Online-Handel-Trends 2018:

  • Mobileoptimierung
  • Individualisierung
  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Content
  • Contextual Commerce
  • Alleinstellungsmerkmal
  • Omnichannel

 

Fazit: Es macht durchaus Sinn sich bei der eigenen Strategie die kommenden Trends vor Augen zu führen. Wer sich auch im kommenden Jahr ohne Mobileoptimierung am Markt platziert, für den könnten die Lichter bald aus gehen – diese sollte mittlerweile zum Standard gehören. Natürlich kann nicht jeder Online-Händler gleich alle Trends in die Tat umsetzen. Das, was geht sollte aber schnellstmöglich in Angriff genommen werden. Die Konkurrenz schläft nicht und es ist wichtiger denn je sich durch Individualität von der Masse abzuheben. Wer auf Erfolgskurs bleiben und seine Mitbewerber abhängen möchte, muss was dafür tun! Also: auf die Trends, fertig, los!