Zahlarten

Die 5 beliebtesten Zahlungsarten im Netz

Bei all den Zahlungsmethoden, die Online-Shoppern im Netz angeboten werden, hat sich im vergangenen- und im laufenden Jahr ein klarer Favorit herauskristallisiert – die Zahlung auf Rechnung. Wie die untenstehende Statistik der EHI-Studie deutlich zeigt, ist die Zahlung auf Rechnung an der Spitze der beliebten Zahlungsmethoden, gefolgt von Lastschrift, Paypal, Kreditkarte und Ratenkauf an fünfter Stelle.

Interessant ist diese Entwicklung insofern, als dass Paypal allem Anschein nach immer weiter an Beleibtheit verliert. Stand Paypal noch im Vorjahr an zweiter Stelle, ist es nun auf Platz 3 gerutscht.

Warum wird die Zahlung auf Rechnung immer beliebter?

Gründe hierfür könnten die folgenden Faktoren sein:

  • Sicherheit
  • kostenlos
  • einfache Bedienung
  • einfache Rückerstattung
  • Käuferschutz

Beim Kauf auf Rechnung gehen die Kunden im Prinzip kein Risiko ein. Es fallen keine Gebühren an, sie zahlen die Ware erst, wenn sie diese erhalten haben und der Käuferschutz ist ganz automatisch gegeben. Denn gefällt die Ware nicht, oder wurde etwas Falsches geliefert, muss der Käufer nicht auf eine Rückerstattung warten, sondern schickt die Ware  einfach zurück und zahlt entsprechend auch nicht die Rechnung.
Zwar gibt es auch bei Paypal den sogenannten Käuferschutz, der somit dem Käufer eine gewisse Sicherheit bietet und auch die Handhabung ist nicht schwierig, dennoch fühlen sich Online-Käufer bei der Bezahlung nach erhalt der Ware wohler. Zudem fallen bei Zahlungen mit Paypal z.B. häufig Gebühren für den Käufer an, was ein unschöner Nebeneffekt ist.

Erfolgsfaktor Zahlarten

Während die Zahlung auf Rechnung für die Käufer die sicherste Methode des Bezahlens zu sein scheint, verhält es sich für die Verkäufer genau gegenteilig. Sie tragen bei dieser Bezahlart das höchste Risiko von Zahlungsausfällen. Doch wie heißt es so schön: “Der Kunde ist König”! Wer als Händler im Netz erfolgreich sein und es auch bleiben möchte, muss sich den Wünschen seiner Kunden anpassen. Dies ist nur eine von drei wichtigen Erkenntnissen, die Online-Händler sich für ihr zukünftiges Geschäft zu Herzen nehmen sollten.

Ein weiterer Aspekt ist der richtige Payment-Mix. Im Schnitt bieten deutsche Online-Händler ihren Kunden 6,1 Methoden zur Zahlung ihrer Produkte an, Tendenz steigend. Doch gibt es auch hier noch einige Shops, die kräftig nachrüsten müssen, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. So wird das Lastschriftverfahren gerade einmal von jedem zweiten Webshop angeboten – obwohl es in der Beliebtheit der Bezahlmethoden den zweiten Platz ergattert hat.

Der dritte nicht außer Acht zu lassende Erfolgsfaktor ist das länderspezifische Zahlungsangebot. Bislang bemüht sich nur jeder dritte Online-Händler darum seinen Kunden im deutschsprachigen Ausland landesspezifische Zahlarten anzubieten. Hier gibt es also deutlichen Verbesserungsbedarf! In der Schweiz und in Österreich werden den Kunden von einheimischen Shops im Schnitt nur 4 Zahlarten angeboten. Auch in diesen beiden Ländern ist der Kauf auf Rechnung der absolute Favorit auf Kundenseite – doch nur ca. 58% in Österreich und 69% in der Schweiz bieten ihren Besuchern diese Möglichkeit des Bezahlens an. Ein guter Grund, um in deutschen Online-Shops einzukaufen.

Fazit: Kunden besuchen einen Online-Shop, um dort etwas zu kaufen, nicht wegen der angebotenen Zahlungsarten – aber: sie brechen den Kauf ab, wenn die gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird! Um am Markt bestehen zu können und mit seinem Shop Erfolge zu erzielen sollten Händler mindesten die vier Must-Have-Bezahlmethoden: Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Paypal und Kreditkarte anbieten. Auch das Anpassen an länderspezifische Zahlarten ist wichtig für die Kundenbindung von Shop-Besuchern aus dem deutschsprachigen Ausland, was ein bedeutsamer Erfolgsfaktor für Händler ist.
Wenn Händler bei der Optimierung ihrer Shops diese Kriterien mit einfließen lassen, wird der Einkauf für jeden Kunden so sicher und bequem wie möglich – Ziel erreicht!