Facebook-Alternativen – Netzwerken auf der Spur

Gibt es eine ernstzunehmende Alternative zu Facebook? Andere soziale Netzwerke, die alle Funktionen anbieten, die den Nutzern auf Facebook zur Verfügung stehen oder diese sogar noch übertreffen? Kommt ganz darauf an, wonach man sucht! Doch wer hofft ein “Facebook 2.0” zu finden ist derzeit noch auf dem Holzweg. Denn eines ist klar und unumstritten – Facebook ist mit Abstand der Spitzenreiter unter den social Media-Plattformen. Obwohl Facebook in der Vergangenheit oft negative Schlagzeilen einbüßen musste, etwa zu Themen wie personalisierter Werbung und unzureichendem Datenschutz, hat es die Nutzer augenscheinlich nicht abgeschreckt – die Zahlen der monatlich aktiven User sprechen für sich.

Social Media unter der Lupe

Betrachtet man den Markt an sozialen Netzwerken, so findet man natürlich einige, die ähnlich aufgestellt sind wie Facebook und ihren Nutzern ähnliche Funktionen bieten. Allen voran Google+. Neben Beiträgen, Bildern und Videos, die geteilt werden können gibt es auch bei Google+ einen Chat. Ein wenig abgewandelt sind die Freundschaften, die hier auch nur einseitig bestehen können. Zudem hat man bei Google+ die Möglichkeit seine Freunde in sogenannte Kreise einzuteilen und selbst zu bestimmen, welcher Kreis welche Beiträge sehen darf. Zudem können Inhalte auch mit Personen geteilt werden, die kein Profil haben – sie erhalten die Inhalte dann direkt per E-Mail.

Trumblr könnte man als das “junge Facebook” bezeichnen – die User in Deutschland sind meist zwischen 13 – 22 Jahre alt. In den USA, wo der größte Marktanteil zu verzeichnen ist, sind die Nutzer im Schnitt jünger als 35 Jahre – was das Netzwerk immer interessanter für Unternehmen macht. Genau genommen ist Trumblr jedoch eine Blogger-Plattform. Jeder User betreibt sein eigenes Blog, das er mit Inhalten nach seinem Geschmack füllen kann – Bilder, Videos, Musik, TV-Sendunge, Texte. Auch bei Trumblr ist es möglich sich mit anderen zu vernetzen, deren Blogs zu “rebloggen” oder sie zu “herzen”. Was hier fehlte war die Chat-Funktion. Doch auch diese ist mittlerweile erfolgreich auf Trumblr integriert worden.

Ähnlich wie Trumblr hat auch Twitter seine eigene Art Inhalte zu teilen. Dies geschieht über sogenannten Tweets – kurze Nachrichten, die zum Weiterlesen mit Links versehen werden können. Bei Twitter geht es nicht primär darum ein Netzwerk im Sinne von Facebook aufzubauen, sondern Unternehmen, Personen oder Gruppen zu folgen, die interessante Posts twittern. Auch hier haben User die Möglichkeit Tweets zu liken oder zu “retweeten”. Untereinander können sich die Nutzer auch private Nachrichten senden.

Sozial Netzwerken mal anders

Viele Nutzer fühlen sich gestört durch personalisierte Werbebanner, die auf Facebook & Co. im eigenen Profil wie von Geisterhand auftauchen. Auf Plattformen wie Diaspora und Friendica bleibt man davor verschont. Denn beide Netzwerke setzen auf Dezentralisierung und Privatsphäre. Zwar können beim Funktionsumfang viele Parallelen zu Facebook gezogen werden, doch gibt es ein ganz gewaltiges Manko – jeder Nutzer muss seinen eigenen Server betreiben. Das garantiert zwar eine 100%ige Datensicherheit, setzt aber auch technisches Know-how voraus.

Wie verhält es sich denn mit sozialen Netzwerken wie Pinterest, Xing und LinkedIn? Könnte man diese als Alternative zu Facebook bezeichnen? Nicht wirklich! Während Pinterest streng genommen eine digitale Pinnwand für Bilder und GIFs ist und sich besonders auf die Bereiche DIY, Mode und Rezepte konzentriert, legen Xing und LinkedIn ihren Fokus auf die  Karrieristen unter uns. Bei diesen beiden Plattformen geht es darum sich im beruflichen Umfeld mit interessanten Leuten aus ähnlichen Branchen zu vernetzen, berufliche Kontakte zu knüpfen oder sogar den passenden Job zu finden. Zwar haben Nutzer auch hier die Möglichkeit untereinander zu kommunizieren oder Texte zu veröffentlichen – doch sind diese allesamt beruflicher Natur.

Fazit: Wie man es auch dreht und wendet, an den social Media-Giganten Facebook kommt bisher kein anderes Netzwerk heran. Wer eine möglichst breite Masse erreichen will, ist bei Facebook gut aufgehoben. Dennoch bleibt zu erwähnen, dass es durchaus lohnenswert ist auch über den Facebook-Rand hinaus zu schauen. Denn jedes der genannten Netzwerke bringt auch seine Vorteile mit sich. Sei es, dass man keine lästige Werbung mehr auf seinem Profil zu sehen bekommt, sich gezielt mit bestimmten Interessengruppen vernetzen oder sich einfach nur ein paar neue Anregungen holen möchte – für jeden von uns gibt es die passende social Media-Plattform!